Snedeker übernimmt Kommando in Lytham, Kaymer und Siem raus
20. Juli 2012 | Von Bert Schmidtke | Kategorie: Golf News SpecialBrandt Snedeker (USA) hat nach einer heutigen, bogeyfreien 64 (-6) das Kommando bei der 141. THE OPEN Championship im Royal Lytham & St. Annes GC übernommen. Nach seiner ebenfalls bogeyfreien 66 (-4) vom ersten Tag ist er nun bei 10 unter Par total zur Halbzeit des Events. Das ist der niedrigste Halbzeitscore, der je bei einer OPEN erzielt wurde. Der Grund dafür ist ganz klar und einfach: Der viele Regen in der Vergangenheit und nochmal aktuell in der Nacht zu Freitag hat die Fairways und Grüns weich gemacht. So grün hat sich noch kaum mal ein OPEN Platz optisch präsentiert und auch nicht so soft gespielt. Das kommt vor allen den US-Amerikaner entgegen, die es ja gewohnt sind auf gewässerten Plätzen zu spielen. Auch gab es heute in Lancashire im Nordwesten Englands kaum Wind, also beste Scoringbedingungen. Das nutzten aber nicht alle: Vor allem die beiden Deutschen im Feld, Martin Kaymer und Marcel Siem, nicht. Kaymer scorte zwar eine 69 (-1), aber seine 77 vom ersten Tag konnte dies nicht wettmachen. Auch Siem schaffte es leider nicht. Seine Parrunde (70) war zwar besser als gestern die 74, aber auch hier war die Hypothek am Ende zu groß. Zwar pendelte die Cutlinie mal in Richtung +3, mal Richtung +2, aber schließlich wurde sie bei +3 gezogen. Siem notierte neben drei Birdies auch drei Bogeys, Kaymer begann mit einem Doppelbogey auf Bahn 3 und machte dann auf den Backnine drei Birdies. Am Ende reichten +6 (Kaymer) und +4 jedenfalls nicht, um ins Wochenende in Blackpool zu kommen.

Bye, bye! Schade, am Ende fehlte Marcel Siem nur ein Birdie, um am Wochenende in Lytham mit dabei zu sein – Foto:bmw
Scott bleibt oben dran, Woods stark
Adam Scott, der Erstrundenführende, bleibt an dem nun führenden Snedeker dran. Nach einer heutigen 67 (-3) trennt den Aussie nur ein Schlag von der Spitze. Zu Tiger Woods klafft schon eine deutlichere Lücke. Die Ex-Nummer 1 kartete zwei 67er Runden in Folge und ist bei -6 total. Das läßt sich für einen Woods aber sicher aufholen in zwei noch ausstehenden Runden. Woods ist in jedem Fall in der Verlosung dabei, auch wenn sein Landsmann Snedeker nach zwei bogeyfreien Runden den absolut besten Eindruck hinterließ. Die letzten beide OPEN in Lytham gewannen mit Tom Lehman und David Duval (2001) jedenfalls zwei US-Guys. Beste Europäer sind Paul Lawrie (Sco) und Graeme McDowell (NIR) auf Platz 4 mit -4 insgesamt. Auch der junge Däne Thorbjorn Olesen liegt noch gut aus europäischer Sicht mit Platz 9 und -3 insgesamt. Der Weltranglistenerste Luke Donald (Eng) ist nach einer 68 (-2) heute bis auf Platz 11 nach vorne gesprungen. Er müsste am morgigen Movingday mal eine 64 raushauen, um die europäischen Farben im Finale gut vertreten zu können und eine Chance auf seinen ersten Major Titel zu haben.

Spielt nach einer guten US Open bislang auch eine starke British OPEN: Der Nordire Graeme McDowell – Foto:USGA
Die berühmten Cutopfer
Wie üblich ist es bei den Majors immer besonders interessant, wer von den bekannten Namen den Cut verpasst hat. Diesmal sind u.a. gescheitert: Justin Rose (+4), Sergio Garcia (+4), Titelverteidiger Darren Clarke (+7), Alvaro Quiros (+9), Paul Casey (+11), Phil Mickelson (+11) und Angel Cabrera (+11).






